Juniorwahl an der Hanseschule


Mit den Jahrgängen 8-10 führen wir im Rahmen der Kommunal-, Landtags- und Bundestagswahlen eine eigene "Juniorwahl" durch.

Politik im Klassenzimmer: Schüler diskutieren mit Politikern über die Zukunft von Attendorn


Im Rahmen des Gesellschaftslehre-Unterrichts veranstaltete die Klasse 10d der Hanseschule am 29.10.25 eine Podiumsdiskussion zur Nachbereitung der Kommunalwahl im September. Ziel war es, direkt mit Politikerinnen und Politikern aus Attendorn ins Gespräch zu kommen und ihre Anliegen als Jugendliche einzubringen. 
Die Hanseschule hat sich schon seit vielen Jahren die Demokratieförderung auf die Fahnen geschrieben und so findet vor jeder Wahl an der Schule eine Juniorwahl statt, wo die echte Wahl mit den originalen Wahlkabinen und fast originalen Wahlzetteln simuliert wird.
Im Vorfeld der letzten Wahl hatten die Schülerinnen und Schüler E-Mails an verschiedene Parteien geschrieben, um sich mit kommunalpolitischen Themen auseinanderzusetzen. Geantwortet haben Vertreterinnen und Vertreter der UWG, der Grünen, der CDU und der SPD, die schließlich auch der Einladung in die Schule folgten.
Insgesamt fünf Politikerinnen und Politiker (Herr Bürgermeister Pospischil (SPD),  Frau Zwar und Herr Scherer von den Grünen, Herr Harnischmacher von der CDU und Herr Richard von der UWG ) nahmen an der Diskussion teil, begleitet von rund 30 Schülerinnen und Schülern. Im Gespräch machten die Jugendlichen deutlich, dass sie sich grundsätzlich wohl in Attendorn fühlen und die positive Entwicklung der Stadt – etwa durch das neue Jugendzentrum – anerkennen. 
Gleichzeitig wurde deutliche Kritik geäußert: Die Jugendlichen beklagten die vielen langfristigen Baustellen, die unzureichenden Busverbindungen, sowie kaputte Fenster und Toiletten in der Schule (Diese werden allerdings ganz aktuell kernsaniert). Auch der Wunsch nach WLAN in der Schule und ein Einkaufszentrum mit Aufenthaltsmöglichkeiten für Jugendliche wurden mehrfach genannt.
Die anwesenden Politiker zeigten großes Interesse an den Rückmeldungen der Jugendlichen und kündigten an, einige Anregungen mit ins Rathaus zu nehmen. Die Schüler haben jetzt eine Ahnung davon, wie Kommunalpolitik funktioniert und dass es Zeit und einen langen Atem braucht, um Dinge in die richtige Richtung zu bewegen. 
Am Ende der lebendigen Diskussion stand ein klarer Wunsch der Schülerinnen und Schüler: Solche Gespräche sollten nicht erst vor den nächsten Wahlen stattfinden, sondern regelmäßig, um die Wünsche, Bedarfe und Fragen der jungen Generation auch für die Kommunalpolitik greifbar zu machen. 

Ergebnisse Juniorwahl zur Kommunalwahl im September 2025


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Juniorwahl zur Bundestagswahl 2021


Baradari holt das Direktmandat. SPD gewinnt knapp vor CDU und FDP. Grüne verlieren stark gegenüber den Prognosen.

 

Am Freitag vor der Bundestagswahl waren alle Neunt- und Zehntklässler der Sekundarschule Attendorn aufgerufen, sich an der Juniorwahl der Hanseschule zu beteiligen.

 

In allen Klassen wurde in den letzten zwei Wochen intensiv über die bevorstehende Bundestagswahl gesprochen. Die Schüler haben Präsentationen erstellt, die Wahlprogramme wurden verglichen, der Wahl-o-Mat wurde besprochen und durchgeführt. In einer Klasse wurde sogar ein Triell durchgeführt. 

 

Am Montag bekam dann jeder Schüler eine Wahlbenachrichtigung. (siehe Anhang). Am Freitag war es dann so weit. Das originale Wahllokal in der Hanseschule, das vom Hausmeister extra zwei Tage früher aufgebaut worden war, öffnete um 8.00 Uhr. Der Andrang war riesengroß. Von 195 anwesenden Schülern nahmen 187 Schüler an der Wahl teil, so dass eine traumhafte Wahlbeteiligung von 96% erreicht wurde.

 

Das Helferteam hatte Wahlzettel angefertigt, die leicht gekürzt den originalen Wahlzetteln von der Bundestagswahl ähneln.

 

Besonders beeindruckend war die Ernsthaftigkeit und das große Interesse der Schüler an den Themen und an der eigentlichen Wahl. 

 

Nach Auszählung der 177 gültigen Stimmen ergaben sich folgende interessante Ergebnisse: Die Hanseschule würde die Attendorner Kinderärztin Nezahat Baradari als Direktkandidatin nach Berlin schicken und auch bei den Zweitstimmen hätte die SPD die Nase vorn.

 

 

Für die Kollegen überraschend war das recht schwache Ergebnis der Grünen und das starke Ergebnis der FDP.

 

Die Kollegen und die Schüler sind sich sicher, dass diese Aktion bei der nächsten Landtagswahl unbedingt wiederholt werden sollte, dann vielleicht noch mit einer Podiumsdiskussion mit den Direktkandidaten.

 

Der Organisator Dominik Arns hofft, mit dieser Aktion das "Herzstück der Demokratie" näher an die Schüler gebracht zu haben. "Wenn wir damit die Hemmschwelle für Schüler und deren Eltern, sich an Wahlen zu beteiligen, etwas reduzieren konnten und damit die Wahlbeteiligung erhöhen würden, hätten wir unser Ziel schon erreicht."

Triell in der 10a
Triell in der 10a